Schwindellabor

Bera Hirnstammaudiometrie

Bei der Hirnstammaudiometrie handelt sich um ein objektives Hörprüfungsverfahren, das die frühen akustisch evozierten Potenziale (AEP), mit einer Latenzzeit ? 10 ms zwischen Vertex (Scheitelmittel, +) und Mastoid (-) ableitet. Mittels Klicks werden definierte Hörreize über einen Kopfhörer gegeben und im Rahmen eines EEG über Elektroden das Antwortpotential abgeleitet und aufsummiert. Schnelle Fourier-Transformation filtern andere EEG-Signale heraus - übrig bleibt die Antwort der Hirnstamms auf den akustischen Reiz. Die Messung der durch die akustische Reize hervorgerufenen Potentiale (Hirnströme) erlaubt die Erkennung von Hörstörungen.

 

Die Methode dient einerseits als objektive Hörprüfung und Bestimmung der objektiven Hörschwelle, andererseits auch als Verfahren zum Ausschluss einer retrocochleären Hörstörung und damit einer differentialdiagnostischen Beurteilung zwischen einer cochleären und retrochleären Schädigung (z.B. bei Akustikusneurinom oder multipler Sklerose).

VEMP Vestibulär evozierte myogene Potentiale

Vestibulär Evozierte Myogene Potentiale sind ein Reflex des Gleichgewichtsorgans auf akustische Reize. Sie dienen der selektiven und seitenspezifischen Funktionsbestimmung des Sacculus ("Säckchen", ein Abschnitt des Gleichgewichtsorgans).

Zur Messung von VEMP werden Click- oder Burst-Reize gesetzt. Diese lösen eine reflektorische Antwort der Halsmuskulatur aus, die mit einem Elektromyogramm am Musculus sternocleidomastoideus messbar ist.

Die typische Reizantwort zeigt zwei Potentialkomplexe, einen "vestibulären Komplex" bei 13 und 23 ms, der vom Sacculus ausgeht, und einen "cochlearen Komplex" (cochlea ist die Hörschnecke) bei 34 und 44 ms. Anwendug der VEMP Untersuchung Normale peripher vestibuläre Funktion

• Peripher vestibuläres Defizit

• Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel

• M. Menière/ Hydrops

• Dehiszenz des superioren Bogengangs

• Otosklerose

• Therapieerfolg bei Vestibularisneurektomie/Chemoablation

• Zentral vestibuläre Pathologie

 

VEMPS ergänzen die otoneurologische Testbatterie und gehören zu einer vollständigen otoneurologischen

Untersuchung.

Messung des optokinetischen Nystagmus

Der optokinetische Nystagmus ist ein physiologischer Nystagmus, der sich vor allem dann zeigt, wenn man bewegte Gegenstände mit den Augen verfolgt, oder selbst als bewegtes Objekt (z.B. fahrender Zug) fixe Objekte beobachtet. Dabei folgen die Augen langsam der Bewegungsrichtung der fixierten Gegenstände, um dann regelmäßig schnelle Sakkaden (Rückbewegungen) in die Gegenrichtung auszuführen.


Mit dem Begriff Nystagmus beschreibt man unkontrollierbare, rhythmisch verlaufende Bewegungen eines Organs, am häufigsten die des Auges.

Videokopfimpulstest vKit

Der Kopfimpulstest (vKIT), ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem eine Kamera die Augenbewegungen misst, während der Kopf vom Untersucher rasch nach links und rechts gedreht wird und der Patient gleichzeitig versucht einen Zielpunkt im Blick zu behalten.

Da das Gleichgewichtsorgan sehr empfindlich auf Beschleunigungen reagiert, können Fehlfunktionen des Organs durch rasche Kopfbewegungen gut erfasst werden.

Patienten tragen dabei eine brillenähnliche Messeinheit, die mit einer Infrarotkamera zur Messung der Augenbewegung ausgestattet ist und auch Sensoren zur Erfassung der Kopfbewegung hat. Aufzeichnung der Daten und anschließende Auswertung erfolgen über ein mobiles Notebook.

Posturographie

Bei zahlreichen Erkrankungen des Nervensystems wird über Störungen des Gleichgewichts oder über Unsicherheit beim Stehen geklagt.

Diese Beschwerden kann man mit der Methode der Haltungs-Messung oder "Posturographie" genauer untersuchen. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine spezielle, besonders empfindliche Waage, auf der man möglichst ruhig stehen soll. Die komplizierte elektronische Apparatur misst dann die Körperschwankungen und kann so normales oder gestörtes Gleichgewicht feststellen.

Der Patient wird aufgefordert, sich mit beiden Füßen auf die Plattform zu stellen, die einer gewöhnlichen Standwaage ähnelt. Während kurzer Perioden von etwa einer Minute Dauer soll er mit offenen Augen oder mit geschlossenen Augen oder unter speziellen, schwierigeren Bedingungen sein Gleichgewicht halten. Die einzelnen Messperioden werden in der Regel einige Male wiederholt, um verlässliche Ergebnisse zu erhalten. Die Untersuchung ist risikolos und dauert mit Vorbereitung insgesamt etwa 20 Minuten.

 

 

 

Subjektive visuelle Vertikale SVV

Die SVV ist eine wichtige Untersuchung, die in der medizinischen Diagnostik häufig angewendet wird. Hier kann festgestellt werden, ob der Patient bei geschlossenen Augen und geneigtem Kopf in der Lage ist, seine Position im Raum feststellen zu können.

 

Der SVV Eimertest ist für uns einer der wichtigsten Untersuchungen!

Diagnose bei Lagerungsschwindel

Hallpike Stenger Manöver

Der Patient sitzt aufrecht mit gestreckten Beinen auf der Untersuchungsliege. Der Kopf wird um 45 Grad zur betroffenen Seite gedreht. Im Anschluss erfolgt die rasche Lagerung in die Rückenlage, wobei der Kopf über das Ende der Liege herausragen muss (Kopfhängelage).

Dix Hallpike Manöver

Bei diesem Manöver sitzt der Patient aufrecht auf der Liegenkante, dem Untersucher direkt gegenüber. Der Kopf wird um 45 Grad zur Seite des nicht betroffenen Ohres gedreht. Dann wird der Patient rasch auf die erkrankte Seite gelagert Auch hierbei sollte der Kopf die Liege überragen (seitliche Kopfhängelage). Nach Abklingen der Beschwerden (Schwindel, Nystagmus) wird der Patient wieder in die Sitzende Position gebracht.

VNG Videonystagmographie

Bei der Videonystagmographie handelt es sich um eine Gleichgewichtsprüfung zur Differenzierung von Schwindelerkrankungen. Hierbei wird insbesondere Unterschieden, ob diese ursächlich vom peripheren Innenohr oder zentralen Gleichgewichtssinn ausgehen.

Die Videonystagmographie misst die Reaktion der Augen auf einen Warm – und Kaltreiz des Ohres, bzw. des horizontalen Bogenganges.

Man hat schon lange erkannt, dass man mittels eines Warm – oder Kaltreizes im Gehörgang bei einem Patienten Schwindel hervorrufen kann.

Dieser Schwindel führt zu einer Reaktion der Augen.

Die Augen beginnen sich in typischer Weise zu bewegen und es Entsteht ein Nystagmus. Ein Nystagmus ist eine kombinierte Augen – Folgebewegung mit einer schnellen und einer langsamen Phase.

 

 

 

HNO spezifische Diagnostik mit Schwindelrelevanz

Sollte es notwendig sein, stehen uns in der Praxis alle wichtigen diagnostischen Möglichkeiten zur Verfügung.

Hördiagnostik

  • DPOAE (Distorsionsprodukte); objektiver Hörtest
  • TEOAE (Transitorisch evozierte Potentiale); Neugeborenenscreening
  • Audiometrie; Hörtest
  • Freifeldhörtest im schallisolierten Raum
  • Hörtest in schallisolierter Hörkabine
  • Tympanometrie; Mittelohrdruckprüfung
  • Stapediusreflexprüfung; Messung der Mittelohrreflexe

Sonographie

  • B-Mode Sonographie; schwarz-weiß Sonographie z.B. der Nasennebenhöhlen
  • Duplex-Sonographie; farbcodierter Ultraschall z.B. der Nasennebenhöhlen
  • Doppler-Sonographie; extracranieller Ultraschall der zuführenden Gefäße
  • Endo-Stroboskopie: Untersuchungen der Stimmbänder